News

    Informationsbrief Gewerbe
    50 Jahre LBD: Mit Leistung an die Spitze

Der Start war bescheiden, aber nicht ohne Ehrgeiz. Das Satzungsziel lautete „Die Buchführung in der Landwirtschaft zu verbreiten. Dieses Motto hatte sich die Bayerische Jungbauernschaft auf die Fahnen geschrieben, als sie am 7. November 1968 in Ingolstadt den Landwirtschaftlichen Buchführungsdienst der Bayerischen Jungbauernschaft, den LBD gründete. Das Startkapital betrug 3000 Mark. Betreut wurden damals fast nur Kleinbetriebe, die fast keine Steuerlast hatten. Aktuell erzielt die aus der Gründung erwachsene Beratungsgruppe einen Umsatz von rund 64 Millionen Euro.

Heute ist aus der bescheidenen Gründung eine kompetente Dienstleistungsgruppe entstanden, mit über 1000 Mitarbeitern, darunter über 80 Steuerberater, 38 Standorten in Bayern und den neuen Bundesländern, von Altenmarkt an der Alz im Süden bis nach Lübbenau und Cottbus im Norden. Die zentrale liegt in Pfarrkirchen. Jüngstes Projekt in der Region ist ein Neubau der Niederlassung in Altötting in Nachbarschaft zur BayWa mit einem Investitionsvolumen von über vier Millionen Euro. Die Bayerische Jungbauernschaft entstand, als sich Landwirte nach dem Zweiten Weltkrieg wieder berufsständisch organisierten und die Nachwuchsorganisation an konfessionellen Fragen zu scheitern drohte. Das war die Geburtsstunde der Bayerischen Jungbauernschaft, die 1953 ins Leben gerufen wurde, als eigenständige, berufsständische und überkonfessionelle Landjugendorganisation mit aktuell über 17 000 Mitgliedern.

Als größte Stärke nennen LBD und die zehn Jahre jüngere BEARATA die Vernetzung von Kompetenzen, wenn es um Steuern, Finanzen, Unternehmensanalyse, Gründung und Nachfolge geht.

Die Landwirtschaft, vor Jahrzehnten noch äußerst kleinräumig strukturiert und in der Betriebsführung oft noch an Traditionen und Vorgaben durch Vater und Großvater orientiert, zählt längst zu den Branchen, die als erste auf moderne Computer, Digitalisierung und Internet setzte und heute einen Platz im technischen Spitzenfeld einnimmt. Der Landwirtschaftliche Kapitaleinsatz in ganz Deutschland lag 2014 bei 323Milliarden Euro, der Kapitaleinsatz pro Arbeitsplatz bei rund 500 000 Euro. (Zum Vergleich: In der deutschen Wirtschaft insgesamt lag er im gleichen Jahr bei 394 000 Euro). Überdies waren 2014 über 51 Prozent der Flächen Deutschlands in landwirtschaftlicher, weitere 30,6 % in forstwirtschaftlicher Nutzung.

Zu der Zeit, als die Bayerische Jungbauernschaft den Sprung in die Zukunft wagte, war die Landwirtschaft in Bayern noch sehr kleinräumig strukturiert. Die durchschnittliche Betriebsgröße in Bayern lag bei rund 30 Tagwerk. Der damalige EWG-Agrarkommissar hatte indes Betriebsgrößen Von mindestens 100 Hektar, rund 300 Tagwerk gefordert.) Zudem war es damals schwierig, Landwirte vom Sinn einer Buchführung zu überzeugen. Viele alte sträubten sich, die jungen hingegen waren aufgeschlossen. Bewegung brachte dann 1970 der sogenannte „Ertl-Plan“, der Förderungen von einer Buchführungspflicht abhängig machte.

Der Einstieg in die Beratungsleistungen des Landwirtschaftlichen Buchführungsdienstes (LBD) erfolgte zunächst vor allem nebenberuflich. Die Berater suchten ihre Kunden im Bekanntenkreis, auf Volksfesten, wo immer sie Berufskollegen trafen, die noch keine Buchführung hatten.

Den Dienstleistungen in der Buchführung folgte im Lauf der 70er Jahre der Einstieg in die Steuerberatung, nicht nur für Landwirte, sondern auch für Gewerbebetriebe, den oft hatten Landwirte neben dem Hof auch noch ein Gewerbe wie eine Gastwirtschaft, ein Sägewerk, einen Fuhrbetrieb oder Kies und Sandgruben. 1979 wurde deshalb zusätzlich die BERATA GmbH gegründet mit Fokus auf gewerbliche Buchhaltung und Steuerberatung.

Mitte der 80er Jahre forcierte der langjährige und 2010 verstorbene Geschäftsführer Franz Stüwe, stark den Einsatz von EDV in der Landwirtschaft. Daraus entwickelten sich eigene auf EDV Dienstleistungen zugeschnittene Tochterunternehmen, die allerdings 2015 verkauft wurden, um das Augenmerk wieder verstärkt auf Buchführung und Steuerberatung zu konzentrieren.

Mit besonderer Kompetenz profilierten sich die Steuerberater in den 80er Jahren mit Vorsteuererstattung bei Gesellschaftsgründungen in der Landwirtschaft und mit Vorsteuerabzug bei den Unternehmerwohnungen. Erfolge erzielten die Experten im LBD und in der BERATA überdies mit politischen Initiativen zum Bilanzänderungsverbot, bei der Umsatzsteuer für ehrenamtliche Tätigkeiten, aber auch bei der Förderung von Junglandwirten.

Als neues Spezialgebiet kristallisierte sich seit 2010 die Energiewende mit all ihren Steuerfragen, aber auch sich ständig ändernden gesetzlichen Fördermaßnahmen für regenerative Energien heraus. Stets komplexer werden auch die Fragen der Nachfolgeregelung, der Verteilung von vermögen auf mehrere Kinder, aber auch die betriebliche Daseinsvorsorge ganz allgemein.

Quelle: WIRRegional | Dr. Ernst Deubelli

    Jetzt noch schnell das Baukindergeld sichern!

Nach Abschaffung der Eigenheimzulage im Jahr 2005 gibt es nun wieder eine staatliche Förderung für den Erwerb von Wohnimmobilien. Es handelt sich dabei um das Baukindergeld, welches am 18.09.2018 gestartet ist.

Das Baukindergeld ist eine staatliche Förderung um Familien mit Kindern einen Immobilienerwerb zu erleichtern.

Mit dem Geldzuschuss fördert das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) den erstmaligen Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum für Familien mit Kindern.

Was wird gefördert?
Gefördert wird der erstmalige Neubau oder der Erwerb von Wohnungseigentum zur Selbstnutzung (Baugenehmigung oder Kaufvertrag zwischen 01.01.2018 und 31.12.2020).

Wer kann den Antrag stellen?
Der Antrag kann von jeder natürlichen Person gestellt werden, die Wohneigentum erworben hat. Voraussetzung ist, dass mindestens ein Kind unter 18 Jahren im Haushalt lebt, für welches die Berechtigung zum Bezug von Kindergeld besteht. Die Anträge können ausschließlich online bei der KfW Bankengruppe gestellt werden.

Wie hoch ist das Baukindergeld?
Der Geldzuschuss wird jährlich über einen Zeitraum von maximal 10 Jahren ausgezahlt und beträgt für jedes Kind 1.200,00 €. Will man die Förderung von 12.000,00 € für ein Kind voll ausschöpfen, so muss die Immobilie über einen Zeitraum von 10 Jahren vom Antragsteller ununterbrochen selbst genutzt werden.

Welche Einkommensgrenzen müssen beachtet werden?
Gefördert werden nur Steuerpflichtige, deren Einkommen unter 90.000,00 € (Haushaltseinkommen 75.000,00 € pro Jahr + 15.000,00 € pro Kind) liegt. Es wird dabei auf den Durchschnitt des vorletzten und vorvorletzten Jahres abgestellt. Für Anträge im Jahr 2018 wird demnach der Durchschnitt der Jahre 2015 und 2016 betrachtet. Als Nachweis dienen die Einkommensteuerbescheide der jeweiligen Jahre.

Fazit: In Zeiten steigender Immobilienpreise ist diese Fördermaßnahme ein hilfreiches Instrument um den Traum vom Eigenheim verwirklichen zu können. Daneben gibt es in Bayern noch weitere regionale Förderprogramme wie z. B. das „Bayerische Baukindergeld Plus“ und die „Bayerische Eigenheimzulage“.

Bei Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

    Familienentlastungsgesetz verabschiedet

Die wichtigsten Änderungen für Familien im sog. Familienentlastungsgesetz, das am 08.11.2018 vom Bundestag verabschiedet wurde, sind:

  • Ab Juli 2019 gibt es 10 € mehr Kindergeld pro Kind und Monat
  • Der Kinderfreibetrag wird für jeden Elternteil auf 2.490 € in 2019 und auf 2.586 € in 2020 erhöht
  • Der Grundfreibetrag steigt von 9.000 € auf 9.168 € in 2019 und auf 9.408 € in 2020

Der Bundesrat muss dem Gesetz zwar noch zustimmen. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass das Gesetz die Zustimmung erhalten wird, da die Länderkammer bereits die geplante Erhöhung des Kindergeldes ausdrücklich begrüßt hat.

    Informationsbrief Gewerbe
    Informationsbrief Gewerbe
    Kurzfristige Beschäftigungen: 70-Tage-Regelung wird unbefristet verlängert

Mit Einführung des Mindestlohns ab dem 01.01.2015 wurde auch die Höchstgrenze für kurzfristige Beschäftigungen ausgeweitet. Während bis 2014 galt, dass Arbeitnehmer maximal 50 Tage pro Jahr (bzw. 2 Monate) als kurzfristig Beschäftigte arbeiten durften, wurde dies auf 70 Tage pro Jahr (bzw. 3 Monate bei einer 5-Tage Woche) angehoben. Diese Anhebung auf 70 Tage galt aber nur übergangsweise bis zum 31.12.2018, so dass ab dem 01.01.2019 wieder die 50-Tage-Regelung gelten sollte.

Der Koalitionsausschuss von CDU, CSU und SPD hat sich am 28.08.2018 aber nun darauf geeinigt, dass die 70-Tage-Regelung für eine sozialversicherungsfreie kurzfristige Beschäftigung unbefristet verlängert wird.

    Steuerliche Förderung des Mietwohnungsneubaus

Das Bundesfinanzministerium hat den Referentenentwurf zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus veröffentlicht.

Wer ein neues Mietwohnhaus baut, soll zusätzlich zur Abschreibung nach § 7 Abs. 4 EStG jährlich 5 % Sonderabschreibung nach § 7b EStG geltend machen können.

Voraussetzungen:

  • Herstellung oder Anschaffung neuer Wohnungen
  • Bauantrag nach dem 31.08.2018 und vor dem 01.01.2022
  • Anschaffungs- oder Herstellungskosten überschreiten nicht 3000 EUR je m² Wohnfläche
  • Wohnung dient im Jahr der Anschaffung oder Herstellung und den folgenden 9 Jahren der entgeltlichen Überlassung zu Wohnzwecken

Förderung:

  • 5 % Sonderabschreibung jährlich (zusätzlich zur AfA nach § 7 Abs. 4 EStG)
  • Sonderabschreibung im Jahr der Anschaffung/Herstellung und den folgenden 3 Jahren
  • Bemessungsgrundlage sind die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, maximal aber 2000 EUR je m² Wohnfläche
    Karpfhamer Fest & Rottalschau 2018

Anfang September fand wieder das Karpfhamer Fest mit Rottalschau statt – und zwar größer denn je. Die Ausstellungsfläche stieg wieder einmal an und somit hatten wir die Chance unseren Messeauftritt auf einer der größten Landtechnikausstellungen Südbayerns zu vergrößern.

In neuem Gewand strahlte unser Messestand in der Agrarhalle. Die Steuerberater und Mitarbeiter der Kanzlei aus Pfarrkirchen vertraten die Unternehmensgruppe und knüpften viele neue Kontakte und sprachen mit bestehenden Mandanten aus allen Regionen. Es wurden viele anregende Gespräche geführt. Aus allen Ecken Bayerns besuchten uns Landwirte und freuten sich uns auf der Messe anzutreffen. Vor allem die neue Standgröße und das Design fanden großen Anklang. Wir sind leichter auffindbar und sehr präsent, hörten wir von den meisten. Über so viel positive Resonanz freuen wir uns natürlich sehr.

Auch neu war, dass die Bayerische Jungbauernschaft erstmalig an unserem Messestand vertreten war. Die regionalen Landjugendverbände und Ringe junger Landwirte und Landfrauen machten eine Umfrage und verteilten Sticker sowie Flyer.

Bei der Bauernkundgebung sprach Frau Michaela Kaniber, bayerische Landwirtschaftsministerin. Frau Petra Friedl-Hack, Steuerberaterin und Kanzleileiterin in Pfarrkirchen, und Ulrich Leonhardt, Steuerberater, besuchten die Kundgebung.

Nach fünf Tagen endete die Rottalschau 2018. Wir freuen uns bereits jetzt auf nächstes Jahr.

    Informationsbrief Gewerbe
    Informationsbrief Gewerbe
    Reformpläne für die sog. Midijobs

Midijobber zählen zur Gruppe der Geringverdiener. Ihr Arbeitsentgelt ist höher als das eines 450-EUR-Minijobbers, so dass sie voll sozialversicherungspflichtig sind. Der Vorteil eines Midijobs besteht darin, dass bis zu einer festgelegten Verdienstobergrenze verringerte Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung gezahlt werden.

Diese liegt aktuell bei 850 EUR. Nach dem Willen des Bundesarbeitsministers soll die Grenze ab 01.01.2019 auf 1.300 EUR angehoben werden. So sieht es zumindest der vorliegende Referentenentwurf vor.

Arbeitnehmer, die zwischen 850 EUR und 1.300 EUR verdienen, hätten dann ab 2019 mehr Netto vom Brutto.

Wir werden Sie auch über die weiteren Pläne zur Rentenreform auf dem Laufenden halten.

    Anschaffungsnahe Herstellungskosten bei vermieteten Gebäuden

Renovierungskosten oder Instandhaltungsaufwendungen sind bei einem vermieteten Gebäude meist sofort abzugsfähige Werbungskosten.

Aber ACHTUNG!

Nach dem Kauf einer Immobilie muss bei diesen Kosten geprüft werden, ob es sich nicht um sog. „anschaffungsnahe Herstellungskosten“ handelt, die nur im Wege der Abschreibung als Werbungskosten berücksichtigt werden können.

Nach § 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG gehören zu den Herstellungskosten eines Gebäudes auch Aufwendungen für Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die innerhalb von drei Jahren nach der Anschaffung des Gebäudes durchgeführt werden, wenn die Aufwendungen ohne Umsatzsteuer 15 Prozent der Anschaffungskosten des Gebäudes übersteigen.

Darunter fallen nicht nur geplante, sondern auch unvermutete Aufwendungen für Renovierungsmaßnahmen, die lediglich dazu dienen, Schäden zu beseitigen, welche aufgrund des langjährigen vertragsgemäßen Gebrauchs der Mietsache entstanden sind, Dies gilt nach einem neuen Urteil des Bundesfinanzhofes sogar auch dann, wenn im Rahmen einer solchen Renovierung "verdeckte", d.h. dem Steuerpflichtigen im Zuge der Anschaffung verborgen gebliebene, jedoch zu diesem Zeitpunkt bereits vorhandene Mängel behoben werden.

    Ferienjobs für Schüler und Studenten

Die Ferien stehen bevor und viele Schüler und Studenten nutzen diese Zeit, um zu jobben. Diese Beschäftigungen sind zwar grundsätzlich lohnsteuerpflichtig, aber dennoch bleiben diese meist „steuerfrei“.

  1. Beschäftigung nach den allgemeinen Regeln des Lohnsteuerabzugs
    Bis ca. 1.000 EUR im Monat fällt bei Steuerklasse I aufgrund der steuerlichen Frei- und Pauschbeträge keine Lohnsteuer an.
    Sofern jedoch Steuer gezahlt wurde, kann man sich diese (ganz oder teilweise) durch die Abgabe einer Einkommensteuer-Erklärung vom Finanzamt zurückholen.

  2. Beschäftigung als Minijobber
    Als Alternative zum regulären Lohnsteuerabzug kommt die Pauschalbesteuerung für Aushilfen in Betracht. Bei einer geringfügigen Beschäftigung bis zu 450 EUR monatlich zahlt der Arbeitsgeber insgesamt 30 % Pauschalabgaben. Der Minijobber muss keine Abgaben zahlen.

  3. Ferienjobber in der Landwirtschaft
    Für Saisonarbeitskräfte und Erntehelfer gibt es eine spezielle Pauschalierungsmöglichkeit – 5 % pauschale Lohnsteuer.

Bei allen Fragen rund um das Thema "Ferienjob" stehen Ihnen unsere Mitarbeiter in den Kanzleien gerne Rede und Antwort.

    Informationsbrief Gewerbe